NEWS 16.11.2012 - Forschungspreis geht nach Tirol

KS-logo_kleinAm heutigen Freitag, dem 16. November 2012, wurde der turnusgemäß alle zwei Jahre zu vergebende Forschungspreis der schwäbisch-alemannischen Fastnacht im Rahmen einer festlichen Veranstaltung, der Stifterversammlung der Kulturstiftung der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, und auf Einladung des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg in den Räumen der BW-Bank in Stuttgart verliehen.

Dominik Wunderlin, Kurator und stellvertretender Direktor des Basler Museum der Kulturen hat mir der Laudatio auf den diesjährigen Preisträger Professor Dr. Thomas Nußbaumer, für den sich das Kuratorium zur Vergabe des Forschungspreises einhellig entschieden hat, dessen Arbeit als außerordentlich gewürdigt. Thomas Nußbaumer ist Musikwissenschaftler an der Universität Mozarteum Salzburg, wo er auch die Abteilung Musikalische Volkskunde leitet.

 

Hervorgetreten ist Nußbaumer unter anderem auf den Gebieten Musik und Bräuche sowie Fastnacht. Der diesjährige Forschungspreis wurde ihm für sein jüngst erschienenes Werk „Fasnacht in Nordtirol und Südtirol“ verliehen, ein sehr umfangreiches Kompendium sämtlicher Fastnachten im Tiroler Raum, in welchem sich das Ergebnis elfjähriger emsiger Forschungstätigkeit, zusammen mit einer Mannschaft von fastnachtskennenden Wissenschaftlern und Fotografen niederschlägt. Dabei hat der enge Kontakt zu den Fastnachtsbrauchausübenden zu fundierten Aussagen über die einzelnen Ortsfastnachten Tirols und auch angrenzender Gebiete geführt, denen man die Verbundenheit des Autors mit Brauchwesen und Musik durchaus anmerkt.

Stifterversammlung2012_web

Das Buch ist weiters geprägt von Nußbaumers früherer Tätigkeit als Kulturjournalist, so kommt neben flüssig geschriebenen wissenschaftlichen Texten zur Theorie der Fastnacht und bildhaften Beschreibungen der Brauchausübung auch die gekonnte bildliche Darstellung nicht zu kurz. Mit „Fasnacht in Nordtirol und Südtirol“ hat ein weiteres wertvolles erklärendes und animierendes Werk zum Volksbrauch Fastnacht im deutschsprachigen Raum seine verdiente Würdigung gefunden.