Das Schnellen in Markdorf

Das ist wirklich sehenswert:

Das Schnellen in Markdorf

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Das Schnellen „Ab Dreikenig dommer schnelle...“, heißt es in einer Strophe des Markdorfer Narrenlieds. Und nicht ohne Grund ist dem Fasneteinschnellen eine Strophe gewidmet, denn der Klang der ersten lauten Goiselschläge lässt ein Narrenherz höher schlagen! Am 6. Januar, dem Dreikönigstag, treffen sich die Markdorfer kurz vor 12 Uhr in der Marktstraße. Sie warten gespannt bis das besondere Dkreikönigs-Läuten der Kirchturmglocken verhallt, um ihre Karbatschen gekonnt über dem Kopf zu schwingen und mit lautem Knallen die neue Fasnacht zu begrüßen. Wer in Markdorf ans Schnellen denkt, der denkt automatisch an die Markdorfer Traditionsfigur, den Hänseler. Denn der Hänseler in seinem bunten Blätzlehäs trägt die Karbatsche immer bei sich, und verschafft sich mit der aus Hanf geflochtenen, kurzstieligen Peitsche Platz und Aufmerksamkeit. Das richtige Schlagen, das Schnellen, der Goisel braucht viel Übung, Kraft und Können. Die Markdorfer Kinder lernen das Karbatschen schon von klein auf. Wer es am besten kann wird jedes Jahr beim Preisschnellen festgestellt. Und so wird die Zeit von Dreikönig bis Aschermittwoch, vom morgentlichen, bis zum abendlichen Betzeitläuten vom lauten Knallen der Fasnetsgoißeln begleitet. Das letzte mal hört man sie am Fasnetsdienstag um 24 Uhr, wenn die Fasnet verbrannt und mit den letzten Karbatschenschlägen verabschiedet wird.

Dieser Fastnachtsbrauch findet immer von Dreikönig bis Aschermittwoch statt.

Weitere Info's erhalten Sie bei
Historische Narrenzunft Markdorf e.V.