Polonaise in Schömberg

Das ist wirklich sehenswert:

Polonaise in Schömberg

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Die Polonaise war einer der am weitesten verbreiteten Volkstänze des 18. und 19. Jahrhunderts. Auch der Ursprung der Schömberger Polonaise, mundartlich korrekt ist der Narrentanz als „da Bolanes“ zu schreiben, stammt aus dieser Zeit. Um 1900 hat der Schmied Johann Wuhrer diesen Tanz von der Walz aus Frankreich mitgebracht und in Schömberg eingeführt. Seither ist „da Bolanes“ aus dem Schömberger Fasnetsgeschehen nicht mehr wegzudenken. Johann Wuhrer war seit der Gründung der Stadtkapelle 1908 mindestens bis zum Ersten Weltkrieg deren Dirigent. In diese Zeit muss die Kreation beziehungsweise Übernahme in das Schömberger Fasnetsbrauchgeschehen gefallen sein. Heute tanzen bei schönem Wetter bis zu 800 Fransenkleidle und Fuchswädel die Polonaise. Über eine Stunde dauert das farbenprächtige Spektakel. Etwa dreißigmal wird der Narrenmarsch dabei wiederholt – jeder Beginn einer Wiederholung von vielhundertfachem „Juhu“ der Narren begleitet. Man fragt sich, wie eine solche Aktion fehlerfrei funktionieren kann. Die beiden Husaren, welche mit ihren Holzgewehren Respektspersonen verkörpern, führen die Polonaise an und sorgen für einen geordneten Ablauf. Der Marktplatz ist voller Menschen, voller tanzender Narren. Ein unbeschreiblich buntes und schönes Bild.

Dieser Fastnachtsbrauch findet immer am Fastnachtssonntag Fastnachtsmontag Fastnachtsdienstag statt.

Weitere Info's erhalten Sie bei
Narrenzunft Schömberg e.V.